Pandemie / Coronavirus

Auf dieser Seite finden Arbeitgeber und Stellensuchende (siehe unten) die wichtigsten aktuellen Informationen der Arbeitslosenversicherung (ALV) zur Bekämpfung des neuen Coronavirus (COVID-19) und insbesondere zur Kurzarbeitsentschädigung (KAE).

Die aktuellen Massnahmen des Bundes für die Wirtschaft im Zusammenhang mit dem Coronavirus finden Sie auf der Webseite "Neues Coronavirus" des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).

Allgemeine Informationen zu den Massnahmen des Bundes zum Schutz der Bevölkerung finden Sie auf der Webseite "Neues Coronavirus: Massnahmen des Bundes" des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
 

SECO-Infoline für Unternehmen

Tel: +41 58 462 00 66
Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr.
Kontaktformular «Neues Coronavirus»
E-Mail: coronavirus@seco.admin.ch

Helfen Sie mit, dass wir Ihre Fragen und Gesuche schneller bearbeiten können: Informieren Sie sich soweit wie möglich zuerst via arbeit.swiss und die verlinkten Webseiten!

 

Aktuelle Informationen für Arbeitgeber

Kurzarbeitsentschädigung (KAE)
Die Einführung von Kurzarbeit soll vorübergehende Beschäftigungseinbrüche ausgleichen und die Arbeitsplätze erhalten. Mit der KAE bietet die Arbeitslosenversicherung den Arbeitgebern eine Alternative zu drohenden Entlassungen.

Um Arbeitgeber, die wegen des neuen Coronavirus in Schwierigkeiten geraten, schnell und unkompliziert zu unterstützen, hat das SECO den administrativen Aufwand für die Meldung von Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus vereinfacht. Zudem hat der Bund weitere Massnahmen getroffen, um Betroffene effektiv zu unterstützen. Neu ist insbesondere:

  • Die Frist zur Voranmeldung ist aufgehoben. Die Voranmeldung ist jedoch nach wie vor bei der zuständigen kantonalen Amtsstelle einzureichen. Die Kurzarbeit kann auch telefonisch vorangemeldet werden. Der Arbeitgeber muss die telefonische Voranmeldung unverzüglich schriftlich bestätigen.
  • Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit ist von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit kann die Anzahl der Gesuche reduziert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden.
  • Die Begründung für Kurzarbeit kann in der Voranmeldung kürzer gehalten werden, solange sie glaubhaft ist.
  • Die Abrechnung der KAE wird vereinfacht (nur ein Formular, nur fünf Angaben notwendig); so können auch Vorschüsse auf KAE vereinfach und schneller bezahlt werden.
  • Die Karenzfrist für den Bezug von KAE ist aufgehoben (Unternehmen tragen keinen Selbstbehalt mehr).
  • Der Anspruch auf KAE wird auf Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen, in Lehrverhältnissen oder im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit ausgedehnt.
  • Der Anspruch auf Kurzarbeit wird auch auf Personen ausgeweitet, die sich in einer arbeitgeberähnlichen Stellung befinden oder im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten.
  • Der Anspruch auf Kurzarbeit ist auch auf Personen ausgeweitet, die als besonders gefährdet gelten und insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Krebs sowie Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen.
  • Bestehende Überzeiten müssen nicht mehr vor dem Bezug der KAE abgebaut werden.
  • Die Verordnung bezüglich Kurzarbeitsentschädigung für arbeitgeberähnliche Angestellte ist entsprechend dem Willen des Bundesrats angepasst. Diese erhalten eine Pauschale von 3'320 Franken, die keine Kürzung erfährt.
  • Der Bundesrat hat beschlossen, dass zusätzliche Arbeitnehmende auf Abruf Anspruch auf KAE erhalten.
  • Zur Entlastung der Unternehmen hat der Bundesrat die maximale Bezugsdauer von KAE bei einem Arbeitsausfall von 85% für die Dauer der ausserordentlichen Lage aufgehoben.
  • Zwischenbeschäftigungen werden nicht mehr an die KAE angerechnet.


Achtung: Voranmeldungen von Kurzarbeit müssen von den Arbeitgebern bei der zuständigen Kantonalen Amtsstelle (KAST) eingereicht werden!
Links Kantone/Partner

Sämtliche Informationen und FAQ zur Kurzarbeitsentschädigung finden Sie auf der KAE-Seite von arbeit.swiss.
 

Pandemie und Betrieb
Das BAG hat in Zusammenarbeit mit der AG Influenza und dem SECO ein Handbuch erarbeitet, das Unternehmen in ihrer betrieblichen Vorbereitung unterstützen soll. Die Vorbereitungspläne sollen hauptsächlich zwei Ziele verfolgen: Die Aufrechterhaltung der betrieblichen Infrastruktur, damit die essentiellen Geschäftsprozesse gewährleistet werden können, sowie die Minimierung des Infektionsrisikos am Arbeitsplatz (organisatorische und materielle Planung).
Pandemieplan: Handbuch für die betriebliche Vorbereitung

 

Vorübergehende Aufhebung Stellenmeldepflicht
Der Bundesrat hat entschieden, die Stellenmeldepflicht ab dem 26. März 2020 für sechs Monate aufzuheben. Damit entfällt für diese Zeit die Pflicht für Arbeitgeber, offene Stellen in Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 5% bei öffentlichen Arbeitsvermittlung (öAV) zu melden. Ebenfalls muss die öAV den Arbeitgebern keine passenden Dossiers von angemeldeten Stellensuchenden mehr zustellen. Die RAV stehen den Arbeitgebenden jedoch selbstverständlich weiterhin bei der Personalsuche zur Verfügung. Arbeitgebende können über die Stellenplattform der Arbeitslosenversicherung, www.job-room.ch, weiterhin Stellen melden und auf diesem Weg rasch und unbürokratisch benötigte Arbeitskräfte suchen und kontaktieren.

 

Informationen für Stellensuchende

Der Schutz der Stellensuchenden vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und die Aufrechterhaltung der Dienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) haben für die Arbeitslosenversicherung (ALV) höchste Priorität. Auch während der ausserordentlichen Lage können sich von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen bei den RAV anmelden und von deren Dienstleistungen profitieren. Die Auszahlung der Taggelder ist jederzeit sichergestellt.
Dennoch hat das Coronavirus einen Einfluss auf gewisse Abläufe im Vollzug der ALV.

Anmeldung/Abmeldung beim RAV
Anmeldungen und Abmeldungen beim RAV sind nach wie vor möglich und können entweder per E-Mail oder per Post vorgenommen werden. Bei Fragen zu drohender Arbeitslosigkeit, bei An- und bei Abmeldungen vom RAV und für sämtliche weiteren Anfragen empfehlen wir Ihnen, telefonisch oder per Mail mit dem zuständigen RAV Kontakt aufzunehmen.
Adressen RAV

Bitte beachten Sie, dass die Telefonleitungen der RAV gegenwärtig stark ausgelastet sind und Wartezeiten entstehen können. Bei Wartezeiten empfehlen wir Ihnen, in der Warteschleife zu bleiben, damit Ihre Anfrage bearbeitet werden kann.

Taggelder und Rahmenbezug
Um Aussteuerungen zu vermeiden, erhalten alle anspruchsberechtigten Personen maximal 120 zusätzliche Taggelder. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug wird um 2 Jahre verlängert, falls nicht alle Taggelder in der laufenden Rahmenfrist bezogen werden können. Die Änderungen gelten für alle Versicherten, welche im März 2020 anspruchsberechtigt sind. Für weitere Informationen verweisen wir auf Ihre zuständige Arbeitslosenkasse.

Schliessung der Vollzugsstellen
Die meisten RAV sind aufgrund der aktuellen Situation geschlossen, die zentralen Dienstleistungen werden jedoch weiter angeboten. Beratungs- und Kontrollgespräche finden indes nicht mehr persönlich statt. Wir empfehlen Ihnen, direkt mit dem zuständigen RAV Kontakt aufzunehmen, um die offenen Fragen zu klären.

Schadenminderungspflicht
Die versicherte Person muss alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. In Anbetracht der ausserordentlichen Lage ist die Suche nach einer zumutbaren Arbeitsstelle abhängig von der betroffenen Branche äusserst erschwert, weshalb die RAV diesem Umstand einen hohen Stellenwert beimessen und die Wiedereingliederungs- und Bewerbungsstrategie der versicherten Personen entsprechend neu ausrichten. Das primäre Ziel der raschen und dauerhaften Wiedereingliederung der versicherten Personen in den Arbeitsmarkt soll allerdings weiterhin im Rahmen des Möglichen angestrebt werden. Für weitere Informationen zur persönlichen Wiedereingliederungsstrategie und Ihren Pflichten während der ausserordentlichen Lage verweisen wir Sie auf Ihr zuständiges RAV.

Keine neuen arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM)
Um eine allfällige Weiterverbreitung des Coronavirus zu verhindern, werden keine neuen AMM verfügt. Über Ausnahmen mit alternativen Lernformen (z.B. digitale Lernformen, telefonische Beratungen oder ähnliches), wird im Einzelfall entschieden. Auch hier empfehlen wir Ihnen, sich direkt mit dem zuständigen RAV in Verbindung zu setzen, um abzuklären, ob und in welcher Form die AMM durchgeführt wird.

Allgemeine Informationen zur Arbeitslosigkeit

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.arbeit.swiss/content/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/projekte-massnahmen/pandemie.html