Schweizer Arbeitsmarktbarometer

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht.


Robuster Arbeitsmarkt prognostiziert

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Im Oktober 2022 erreicht das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ein Niveau von 99,6 Prozentpunkten und hat sich im Vergleich zum Vormonat (99,8 Prozentpunkte) damit nur wenig verändert.

«Die Expertinnen und Experten in den RAV erwarten nur noch ein sehr moderates Ansteigen der registrierten Arbeitslosigkeit (saisonbereinigt) in den nächsten drei Monaten. Vor dem Hintergrund der prognostizierten wirtschaftlichen Abschwächung sowie einer eingetrübten Konsumentenstimmung wird der Arbeitsmarkt damit weiterhin als robust wahrgenommen», so Oliver Schärli, Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung am SECO.


Eher «neutrale» Bewertung der registrierten Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung

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Mit 99,2 (registrierte Arbeitslosigkeit, saisonbereinigt) bzw. 99,9 (Beschäftigung, saisonbereinigt) werden beide Komponenten des Arbeitsmarktbarometers im Oktober 2022 eher «neutral» bewertet. Während die beiden Komponenten im September noch auseinander drifteten, haben sie sich im Oktober damit wieder stärker aneinander angeglichen.


Methodik

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht. Die Erhebung wird seit Mai 2021 in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland und dem Europäischen Arbeitsmarktbarometer durchgeführt.

Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate anzeigt, prognostiziert Komponente B die Beschäftigungsentwicklung. Der Durchschnitt aus den Komponenten «Arbeitslosigkeit»  und «Beschäftigung» ergibt den Gesamtwert des Barometers. Dieser Indikator gibt somit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
 

Europäisches Arbeitsmarktbarometer

Das Europäische Arbeitsmarktbarometer wird seit Juni 2018 gemeinsam mit den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Teilnehmerländer und dem IAB durchgeführt. Aktuell nehmen 17 Länder an der Befragung teil. Dazu gehören: Österreich, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Belgien-DG, Belgien-Flandern, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, die Schweiz und Belgien-Wallonien.

https://www.arbeit.swiss/content/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/schweizer-arbeitsmarktbarometer.html