Schweizer Arbeitsmarktbarometer

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht.

Schweizer Arbeitsmarktbarometer verharrt im Negativbereich

Arbeitsmarktbarometer_Februar_DE

Auch im Februar bleiben die Einschätzungen der Arbeitsmarktexpertinnen und -experten für die kurzfristige saisonbereinigte Entwicklung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt insgesamt negativ. Das Barometer erreicht einen Wert von 98,4.

«Real nimmt die saisonbereinigte Arbeitslosenquote nun bereits seit einem Jahr leicht zu. Dies widerspiegelt die gedämpfte Arbeitskräftenachfrage im Zuge der schwächeren Wirtschaftsentwicklung. Die Abschwächung der Konjunktur äusserte sich letzten Herbst u.a. auch in einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Anzahl an Arbeitskräften, für die Kurzarbeitsentschädigung abgerechnet wurde», so Oliver Schärli, Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung des SECO.

Grafik_Februar_DE

Mit 98,1 Prozentpunkten wird die kurzfristige Entwicklung der registrierten Arbeitslosigkeit (saisonbereinigt) auch im Februar schlechter bewertet als die kurzfristigen Beschäftigungsaussichten (saisonbereinigt), welche im Februar einen Wert von 98,7 erreichen. 


Methodik

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht. Die Erhebung wird seit Mai 2021 in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland und dem Europäischen Arbeitsmarktbarometer durchgeführt.

Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate anzeigt, prognostiziert Komponente B die Beschäftigungsentwicklung. Der Durchschnitt aus den Komponenten «Arbeitslosigkeit»  und «Beschäftigung» ergibt den Gesamtwert des Barometers. Dieser Indikator gibt somit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
 

Europäisches Arbeitsmarktbarometer

Das Europäische Arbeitsmarktbarometer wird seit Juni 2018 gemeinsam mit den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Teilnehmerländer und dem IAB durchgeführt. Aktuell nehmen 18 Länder an der Befragung teil. Dazu gehören: Österreich, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Belgien-DG, Belgien-Flandern, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, die Schweiz, Schweden und Belgien-Wallonien.

https://www.arbeit.swiss/content/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/schweizer-arbeitsmarktbarometer.html