Schweizer Arbeitsmarktbarometer

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht.

Schweizer Arbeitsmarktbarometer erstmals im negativen Bereich

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Im August 2022 ist das Schweizer Arbeitsmarktbarometer von 101,6 Prozentpunkten (Juli-Wert) auf 98,9 Prozentpunkte abgesunken. Damit erreicht das Barometer den bisher tiefsten Prognosewert seit seiner Einführung im Mai 2021 und liegt erstmals im negativen Prognosebereich.

«Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer lag seit seiner Einführung im Mai 2021 durchgehend im positiven Bereich. Und auch real ist die registrierte Arbeitslosigkeit (saisonbereinigt) in diesem Zeitraum durchgehend gesunken. Vor dem Hintergrund einer ausserordentlich guten Arbeitsmarktsituation einerseits sowie der Entwicklung der Energiepreise andererseits ist diese Einschätzung der Arbeitsmarktexpertinnen und –experten in den Kantonen plausibel», so Oliver Schärli, Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung am SECO.

Stärkerer Rückgang bei der registrierten Arbeitslosigkeit

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Mit 98,3 (registrierte Arbeitslosigkeit, saisonbereinigt) bzw. 99,5 (Beschäftigung, saisonbereinigt) werden auch beide Komponenten des Arbeitsmarktbarometers im August 2022 tiefer bewertet als in den Vormonaten.


Methodik

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht. Die Erhebung wird seit Mai 2021 in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland und dem Europäischen Arbeitsmarktbarometer durchgeführt.

Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate anzeigt, prognostiziert Komponente B die Beschäftigungsentwicklung. Der Durchschnitt aus den Komponenten «Arbeitslosigkeit»  und «Beschäftigung» ergibt den Gesamtwert des Barometers. Dieser Indikator gibt somit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
 

Europäisches Arbeitsmarktbarometer

Das Europäische Arbeitsmarktbarometer wird seit Juni 2018 gemeinsam mit den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Teilnehmerländer und dem IAB durchgeführt. Aktuell nehmen 17 Länder an der Befragung teil. Dazu gehören: Österreich, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Belgien-DG, Belgien-Flandern, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, die Schweiz und Belgien-Wallonien.

https://www.arbeit.swiss/content/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/schweizer-arbeitsmarktbarometer.html