Schweizer Arbeitsmarktbarometer

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht.

Im zweiten Monat nach Ausbruch des Ukraine-Krieges hellen sich die Arbeitsmarktprognosen in der Schweiz deutlich auf

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Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist von März auf April 2022 um 1,5 Prozentpunkte auf 103,7 (saisonbereinigt) angestiegen. Damit liegen die Prognosen für den Schweizer Arbeitsmarkt klar im «guten» Bereich und erreichen ihren vorläufigen Höchstwert.

Für Oliver Schärli, Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt / Arbeitslosenversicherung am SECO, ist die Situation am Arbeitsmarkt nach wie vor gut. «Mit 2,2% zum Stand Ende April 2022 liegt die saisonbereinigte Arbeitslosenquote um 0.1 Prozentpunkte unter dem 2019er Wert, das heisst unter dem Vor-Corona-Krisen-Niveau. Rückblickend auf die letzten Wochen kann daher festgestellt werden, dass der Krieg in der Ukraine und die dadurch erforderlich gewordenen Sanktionen gegen Russland die positive Dynamik auf dem Arbeitsmarkt bisher nur wenig gebremst haben», so Oliver Schärli.

Beide Barometer-Komponenten erreichen ihren vorläufigen Höchstwert

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Mit 103,9 (registrierte Arbeitslosigkeit, saisonbereinigt) bzw. 103,5 (Beschäftigung, saisonbereinigt) werden auch beide Komponenten des Arbeitsmarktbarometers im April 2022 besser bewertet als noch im März 2022 (zum Vergleich: 102,3 für die reg. Arbeitslosigkeit bzw. 102,0 im März für die Beschäftigung). Auch die Barometer-Komponenten erreichen damit ihre bisherigen Höchstwerte.


Methodik

Das Schweizer Arbeitsmarktbarometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer Befragung von Arbeitsmarktexpertinnen und -experten ausgewählter Arbeitsvermittlungszentren in 22 Kantonen beruht. Die Erhebung wird seit Mai 2021 in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland und dem Europäischen Arbeitsmarktbarometer durchgeführt.

Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate anzeigt, prognostiziert Komponente B die Beschäftigungsentwicklung. Der Durchschnitt aus den Komponenten "Arbeitslosigkeit" und "Beschäftigung" ergibt den Gesamtwert des Barometers. Dieser Indikator gibt somit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
 

Europäisches Arbeitsmarktbarometer

Das Europäische Arbeitsmarktbarometer wird seit Juni 2018 gemeinsam mit den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Teilnehmerländer und dem IAB durchgeführt. Aktuell nehmen 17 Länder an der Befragung teil. Dazu gehören: Österreich, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Dänemark, Belgien-DG, Belgien-Flandern, Deutschland, Island, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, die Schweiz und Belgien-Wallonien.

https://www.arbeit.swiss/content/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/schweizer-arbeitsmarktbarometer.html